[Rezension] Rainbow Rowell - Attachments

captain cow | Samstag, 22. März 2014 | / / |
Contemporary Fiction - goodreads
Taschenbuch, 323 Seiten; Plume Books
Beth Fremont and Jennifer Scribner-Snyder know that somebody is monitoring their work e-mail. (Everybody in the newsroom knows. It's company policy.) But they can't quite bring themselves to take it seriously. They go on sending each other endless and endlessly hilarious e-mails, discussing every aspect of their personal lives.
Meanwhile, Lincoln O'Neill can't believe this is his job now- reading other people's e-mail. When he applied to be "internet security officer," he pictured himself building firewalls and crushing hackers- not writing up a report every time a sports reporter forwards a dirty joke.
When Lincoln comes across Beth's and Jennifer's messages, he knows he should turn them in. But he can't help being entertained-and captivated-by their stories.
By the time Lincoln realizes he's falling for Beth, it's way too late to introduce himself.
What would he say . . . ?
via

Back to the 90s heißt es in diesem Buch – und zwar ins Jahr 1999 kurz vorm Millenium. Das Internet wird gerade modern, immer mehr Firmen stellen es für ihre Mitarbeiter bereit. Die Gefahr dabei: Dass die Mitarbeiter nicht arbeiten, sondern sich Pornoseiten im Internet anschauen, sich gegenseitig belanglose E-Mails schreiben und statt zu arbeiten im World Wide Web herumstreunern. Lincoln wird eingestellt um genau das zu verhindern: Abend für Abend liest er sich E-Mails von seinen Kollegen und Kolleginnen durch. Und Abend für Abend bleibt er an einem bestimmten Mailwechsel hängen – dem zwischen Jennifer und Beth. Die beiden Frauen tauschen sich über alles aus, von nervigen Kollegen über die Hochzeit der kleinen Schwester bis hin zur Unsicherheit, ob man mit dem Partner Kinder möchte und wann man sich überhaupt bereit dafür fühlt.

Die Thematiken, die die beiden in ihren Mails durchlaufen, fand ich furchtbar erfrischend und interessant. So oft thematisieren Romane, wie ein Paar zusammenkommt und die ersten Schwierigkeiten meistert (oder eben auch nicht), aber sehr viel seltener geht es um Themen, die überhaupt nach ein paar Jahren erst aufkommen. Das war hier ganz toll zu beobachten, denn man hat wirklich einen Mix bekommen: Aus der neuen, aufregenden Liebe, dem Trennungsschmerz und den Schwierigkeiten (aber auch guten Seiten!), die mit einer langen Beziehung einhergehen können.

Ausschließlich um die Liebe geht es aber auch nicht, denn die Figuren sind stark damit beschäftigt, zu akzeptieren, dass sie jetzt arbeiten, dass die College-Zeit vorbei ist und sie erwachsen geworden sind.

Dabei ist das Buch ganz fabelhaft geschrieben, wie man es von Rainbow Rowell gewöhnt ist. Die Mails sind meist kurz gehalten, spiegeln aber die Art und Weise der jeweiligen Verfasserin gut wider. Und auch die erzählenden Abschnitte über Lincoln sind schön atmosphärisch, in diesem ganz besonders gemütlichen Stil, den Rainbow Rowell immer anschlägt – sodass man sich einfach in dem Buch verkriechen will und wohlfühlt.

Bei den vielen tollen Dingen an diesem Buch konnte ich nicht anders, als es innerhalb kürzester Zeit zu verschlingen. Zum Lieblingsbuch fehlt allerdings noch ein Stück – und zwar, weil mir das Ende nicht so gut gefallen hat und einfach ein bisschen zu viel war. Insgesamt war ich aber doch mehr als zufrieden und kann euch das Buch nur ans Herz legen, ganz besonders wenn ihr mal über andere Personen als Jugendliche lesen wollt (und Rainbow Rowell ohnehin mögt).

Kommentare:

  1. Ach, das klingt wieder so toll <3 Auch wenn ich bis jetzt nur "Fangirl" gelesen hab, bin ich sicher, dass ich auch dieses mögen werde. Aber erstmal kommt "Eleanor & Park" dran :)

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    1. Oh ja, "Eleanor & Park" ist auch toll :D Viel Spaß damit, dann :D

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  2. Ich fands ganz lustig, dass das Buch nicht in der Gegenwart spielt. Ich kann mir gut vorstellen, dass "damals" der Datenschutz noch nicht so Thema war und tatsächlich Leute wie Lincoln eingestellt wurden. Eigentlich ganz schön gruselig. Und verrückt, dass man Lincoln trotzdem sympathisch findet *g*

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    1. Jaaah. Ich war da erst etwas verwirrt, aber irgendwie war es doch cool, mal so die Anfänge des Internets mitzuerleben x)
      Das stimmt, aber irgendwie ist der Arme sich ja bewusst, wie falsch das ganze ist, das macht ihn schon wieder sympathisch.

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  3. Ich hab die Rezension jetzt noch nicht weiter gelesen, aber die Büroklammern finde ich ganz toll <3 :D

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    1. Freut mich :D Benutze die leider nur so selten, weil ich immer Angst habe, eine zu verlieren davon xD

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    2. Das Problem kenn ich xD Dabei sollen die ja dafür sorgen, dass alles beisammen bleibt und NICHT verloren geht ;D

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  4. Das hört sich wirklich toll an!

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